Newsbeitrag

Wirtschaftshanse eröffnet Bildungscampus

Erfahrungsaustausch zwischen den Hansestädten Herford und Zwolle/NL

Eine 25-köpfige Delegation von Vertretern aus Kommunen, dem Bildungswesen und Unternehmen aus der Region Zwolle in den Niederlanden waren die ersten Gäste auf dem neuen Bildungscampus in Herford, der auf dem ehemaligen Gelände der Wentworth-Kaserne entsteht. Auf Einladung des Wirtschaftsbundes Hanse diskutierten die Teilnehmer im Hörsaal des Kongresszentrums Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Hansestädten und tauschten erste Erfahrungen in den Bereichen Bildung und kommunale Arbeit aus.

Mit großem Interesse verfolgten die Holländer den Ausführungen von Herfords Bürgermeister Tim Kähler sowie Norbert Landshut, Geschäftsführer der Stadtentwicklung Hansestadt Herford GmbH, zur Entwicklung des Bildungscampus, auf dem im September die ersten 160 Studenten der Fachhochschule für Finanzen ihr Studium aufnehmen.

In Vorträgen zum „Transfer der Zukunft“ oder „Gesundheit 4.0“ stellten die Referenten Dr. Robert Rae, Perfect Innovation GmbH, Dr. Carola Haumann, CorLab Uni Bielefeld, Professor Annette Nauerth, FH Bielefeld und Imke Rademachen, experiMINT/OWL Maschinenbau, Projektideen vor, die auf neuen Campus angesiedelt werden könnten.

„Wir müssen lernen, vermehrt international zusammenzuarbeiten. Das ist gut für die Studierenden und für die Wirtschaft und fördert den europäischen  Gedanken“, betonte Tim Kähler in der Diskussion. Die Niederländer bekundeten Interesse daran, ihre Studenten aus dem Gesundheitsbereich zu Praxisaufenthalten nach Herford und Umgebung zu senden. Für beide Städte gilt: Ausbildung ist der Schlüssel, dem Fachkräftemangel zu begegnen, wie Laurens de Lange, als Vertreter der Unternehmen aus der Region Zwolle betonte: „Wenn wir dabei kooperieren können, ist das für alle von Vorteil.“

Herford kann von der Universitätsstadt Zwolle lernen, eine Stadt für junge Menschen so attraktiv zu gestalten, dass sie in der Region bleiben. Umgekehrt zeigten sich die Holländer besonders interessiert am deutschen Ausbildungswesen. Am zweiten Tag des deutsch-holländischen Erfahrungsaustausch besuchten die Gäste das Friedrich List Berufskolleg und diskutierten im Denkwerk mit Vertretern der Hansestadt Herford, des IWKH sowie der Agentur für Arbeit und dem Arbeitgeberverband Aspekte rund um das Thema Aus- und Weiterbildung. Besonderes Interesse fand die Verbundausbildung der Initiative Wirtschaftsförderung (IWKH).

Bei dem zweitätigen Besuch ergaben sich viele Themenfelder und Ideen für eine künftige Zusammenarbeit. Die beiden Hansestädte bekundeten, den Erfahrungsaustausch von Unternehmen, Wissenschaft und kommunalen Einrichtungen künftig fortzusetzen. Bei einer Businessreise der Wirtschaftshanse zum internationalen Hansetag in Kampen/Region Zwolle im Juni 2017 bietet sich zudem die Chance, Unternehmen und das wirtschaftliche Potenzial der Region kennenzulernen.

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